Messe München International IFAT ENTSORGA 2014 - Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft
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Nr. 4
2011-07-07

Hochwasserschutz auf der IFAT ENTSORGA 2012: Überschwemmungen besser überstehen

  • Hochwassergefahr – auch und gerade für Abwasserbehandlungsanlagen – steigt
  • IFAT ENTSORGA 2012 legt erneut einen Fokus aus das Thema Küsten- und Hochwasserschutz
Pumpen, Armaturen und die ganze Welt der abwassertechnischen Produkte, Systeme und Dienstleistungen sind seit jeher zentrale Ausstellungsbereiche der internationalen Umwelttechnologiemesse IFAT ENTSORGA, die vom 7. bis 11. Mai 2012 in München, stattfindet. Seit 2008 gehört auch der Küsten- und Hochwasserschutz zu den festen Themen der IFAT ENTSORGA. Zurecht - gewinnt dieser Bereich doch immer mehr an Bedeutung:
 
So werden künftig Hochwasser, wie sie Deutschland heute im Durchschnitt alle 50 Jahre erlebt, alle 25 Jahre eintreten. Das ist eines der Ergebnisse einer Klimastudie, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammen mit Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Freien Universität Berlin und der Universität Köln im Mai dieses Jahres präsentierte. In der Folge rechnen die Versicherer mit einer drastischen Erhöhung der Schäden durch Flussüberschwemmungen und Sturzfluten bis zum Ende des Jahrhunderts: Die finstersten Prognosen lassen sogar eine Verdreifachung erwarten. Von welchen Kosten dann auszugehen ist, zeigt ein vergleichender Blick auf das Elbe-Donau-Hochwasser im Jahr 2002. Damals zahlten die Versicherungen nach Angabe des GDV 1,8 Milliarden Euro an die Geschädigten aus. Der volkswirtschaftliche Schaden lag bei mehr als elf Milliarden Euro.
 
Um die Folgen der Überflutungen zu mindern, hat die Versicherungswirtschaft einen Forderungskatalog aufgestellt, der unter anderem eine Anpassung der Entwässerungssysteme verlangt. Auch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) betont die Bedeutung der Hochwasservorsorge bei Abwasseranlagen. So könnten durch vom Hochwasser geflutete Kanäle oder durch hochwasserbedingte Abflussbehinderungen tiefer liegende Gebiete direkt gefährdet werden. Viele Kanalnetzbetreiber reagieren auf die Herausforderungen künftiger Starkregen und Hochwassersituationen mit dem Bau von Rückhaltebecken, Stauraumkanälen, Absperreinrichtungen oder Hochwasserpumpwerken.
 
Ein weiteres Risiko geht von überfluteten Kläranlagen aus. Durch ein Überspülen der Klärbecken kann ungeklärtes Abwasser in den Vorfluter gelangen ‑ mit unabsehbaren Folgen für die Umwelt. Um dem vorzubeugen, umgibt zum Beispiel das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf das Klärwerk Straubing derzeit mit einem insgesamt 2,4 Kilometer langen Ringdeich. Der Schutzwall gegen die Donau, die in diesem Abschnitt fast jedes Jahr Hochwasser führt, wird nur an einer einzigen Stelle durch eine Zufahrtstraße unterbrochen. Diese „Schwachstelle“ wird im Hochwasserfall mit einem Aluminium-Deichbalkenverschluss abgeschottet. Das rund neun Millionen Euro teure Projekt soll im Herbst 2012 abgeschlossen sein.
 
Neben der Umwelt gilt es auch, die materiellen Werte der Abwasserwirtschaft selbst – also Technik und Bauten – gegen die Fluten zu schützen. Beispielsweise zerstörte im August 2010 in der Oberlausitz ein Extremhochwasser zwei Kläranlagen der Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft mbH. Eine davon wird gar nicht mehr aufgebaut, das hier zuvor behandelte Abwasser wird zukünftig zu einer anderen Kläranlage übergeleitet. Auf der zweiten Anlage in Zittau ist ein Schaden von rund 13 Millionen Euro entstanden. Hier laufen aktuell die Planungen für einen verbesserten Hochwasserschutz. Dazu zählen konzeptionelle Maßnahmen, wie das Höherlegen der elektro- und steuertechnischen Anlagen, sowie neue technische Lösungen, wie die Anschaffung von Pumpentechnik, die schadlos überflutet werden kann.
 
Erstmalig organisiert die Messe München einen Gemeinschaftsstand „Küsten- und Hochwasserschutz“. Weitere Informationen hierzu sowie Anmeldeunterlagen erhalten interessierte Unternehmen unter der Telefonnummer 089 - 949 20260 oder per E-Mail:
georg.moller@messe-muenchen.de
 
Weitere Informationen unter www.ifat.de
 
Über die IFAT ENTSORGA
Die IFAT ENTSORGA, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, findet von 7. bis 11. Mai 2012 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Die letzte Veranstaltung der weltweit wichtigsten Fachmesse für Innovationen und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft zählte 2.730 Aussteller aus 49 Ländern und 109.589 Besucher aus 186 Ländern. Die Zahlen werden durch die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG im Auftrag der FKM, Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen, geprüft.
 
Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 64 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 messerelevante Länder der Welt betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk. Als global tätiges Unternehmen leistet die Messe München International bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit einen wesentlichen Beitrag.
 
Ansprechpartner für die Presse:
Sabine Wagner
Projekt-PR-Referent, Zentralbereich MarCom
Tel.: +49 89 / 9 49-21478, Fax: +49 89 / 9 49-21489
E-Mail: sabine.wagner@messe-muenchen.de
 
04/d/ZBMarCom/zi/sw
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